FDP Kronach - FDP will in den Stadtrat

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  • Stadtverbandsgründung

    FDP will in den Stadtrat

    (26.02.2010)

    Kronach – Seit Montag gibt es in Kronach einen Stadtverband der FDP. Die Freien Demokraten, die bislang lediglich auf Kreisebene in einem Verband organisiert waren, gründeten ihn auf der Festung Rosenberg. Zur Vorsitzenden wurde die Zahnärztin Elke Richter-Fischer gewählt, ihr zur Seite steht Rick Eitemüller. An der Gründungssitzung nahm auch FDP-Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger teil.

    „Wir wollten die Arbeit vor Ort verstetigen“, sagte Kreisvorsitzender Marcel Schwemmlein. Nachdem die Freien Demokraten bei der vergangenen Kommunalwahl in Kronach ein „respektables, aber ausbaufähiges Ergebnis von 1,48 Prozent“ erreicht hätten, sei die Idee zur Gründung eines eigenen Stadtverbands aufgekommen. Nun sei das Ziel, bei der nächsten Wahl ein Stadtratsmandat zu erreichen.

    „Kronach hat große Probleme, vor allem wegen der finanziellen Schieflage“, erklärte die frisch gewählte Stadtverbandsvorsitzende. Dennoch dürfe man auf einem Konsolidierungskurs nicht den Blick für notwendige Investitionen verlieren. Als drängende Zukunftsfragen nannte Elke Richter-Fischer den Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses, die Errichtung eines Hackschnitzelkraftwerks und die Realisierung des Aufzugs in die Obere Stadt.

    Der Bayreuther Bundestagsabgeordnete Horst Friedrich freute sich besonders über die Gründung eines FDP-Stadtverbands. „Mein Baby macht langsam die ersten Schritte“, sagte er im Vorfeld der Versammlung. Jahrelang habe er von Bayreuth aus die Geschicke der Kronacher FDP leiten müssen, bis dann Marcel Schwemmlein den Kreisverband übernommen habe. Nun, mit der Etablierung eines zusätzlichen Verbands Kronach-Stadt, sei die FDP fit genug, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Weitere Grußworte entrichteten FDP-Bezirksvorsitzender Thomas Hacker und Landtagskandidat Björn Cukrowski.

    Auch Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger lobte den Einsatz der Kronacher FDP. Dies sei auch nötig, denn der ländliche Raum drohe von der wirtschaftlichen Entwicklung Bayerns abgekoppelt zu werden.

    In einem Vortrag sprach sich die frühere Bundesjustizministerin für einen stärkeren Persönlichkeits- und Datenschutz aus. Die Politik müsse den „Überwachungswahn“ in ihren Gesetzen beenden, rief sie ihren Anhängern zu. (Quelle: Neue Presse Kronach)

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