FDP Kronach - Bürgerinnen und Bürger aktiv auf die Möglichkeit der Organspende hinweisen.

Navigation

Inhalt

  • Kreisverband

    Bürgerinnen und Bürger aktiv auf die Möglichkeit der Organspende hinweisen.

    (c) Thorben Wengert / pixelio.de (c) Thorben Wengert / pixelio.de (30.06.2011) In einem Schreiben an die Bürgermeister der Kronacher Gemeinden setzen sich die Liberalen für einen neuen Ansatz im Umgang mit Organspende ein. „Derzeit warten rund 12.000 Menschen in Deutschland auf ein lebensrettendes Spenderorgan“, so der Kreisvorsitzende der Kronacher FDP, Björn Cukrowski. Im Jahr 2010 gab es zwar 1.296 postmortale Organspender und 4.205 Organtransplantationen – „Deutschland liegt mit 15,9 Organspendern pro eine Million Einwohner allerdings nur im europäischen Mittelfeld.“ Nach wie vor übersteigt die Zahl der Patienten, die dringend ein Organ benötigen, bei weitem die Zahl der gespendeten Organe. Daher besteht aus Sicht der FDP Handlungsbedarf.

    „Für die sehr sensible und höchstpersönliche Erklärung zur Organspende darf es keinen Zwang geben. Die FDP setzt daher auf die bewusste Zustimmung des Einzelnen bzw. der nächsten Angehörigen des Verstorbenen.“, so Cukrowski. Mit dem anliegenden Schreiben zeigen die Liberalen einen einfachen, kostengünstigen und pragmatischen Weg auf. „Wir schlagen vor, dass bei bestimmten Kontakten von Bürgerinnen und Bürgern mit Behörden gezielt auf die Möglichkeiten der Organspende aufmerksam gemacht wird“, sagt Björn Cukrowski. Und weiter: „Selbst wenn durch dieses simple Verfahren nur eine einzige zusätzliche Lebendspende ermöglicht wird, hat es sich schon gelohnt.“
Text des Anschreibens an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis Kronach:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

derzeit warten rund 12.000 Menschen in Deutschland auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Bei der Zahl der Organspenden liegt Deutschland statistisch gesehen im europäischen Mittelfeld. Doch nach wie vor übersteigt die Zahl der Patienten, die dringend ein Organ benötigen, bei weitem die Zahl der gespendeten Organe.

Dreiviertel der Bevölkerung stehen der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, aber nur 25 Prozent besitzen einen Organspendeausweis. Deshalb kommt der Information der Bevölkerung eine wesentliche Bedeutung zu, um die Bereitschaft zur Organspende und zur Ausstellung eines Spenderausweises zu erhöhen.

In anderen Städten wird darüber nachgedacht, bestimmte Kontakte, die Bürgerinnen und Bürger mit Behörden haben, dazu zu nutzen, um sie auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen. Beispielsweise wird in Düsseldorf darüber diskutiert, bei der Ausgabe von Personalausweisen und Führerscheinen besonders auf die Möglichkeit, einen Organspendeausweis auszufüllen, hinzuweisen. Es könnte etwa bei diesen Behördenkontakten den Bürgerinnen und Bürgern eine Aufklärungsbroschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung übergeben werden.

Ich halte dies für eine gute Idee und rege an, dass wir auch in in Ihrer Gemeinde künftig so verfahren.

Mit freundlichen Grüßen



Björn Cukrowski
Kreisvorsitzender FDP Kronach